Montag, 14. Oktober 2019
[Update 15.10.: Absatz über WLAN hinzugefügt, s.u.]
Pünktlich um halb 10 kam Christos von der Rezeption an unseren Frühstückstisch "Are you waiting for a car?" und machte darauf aufmerksam, dass jemand von Speedy gekommen war, um uns wie versprochen den Jimny für eine weiteren, kostenfreien Tag zu bringen. Unsere geliebte Klapperkiste war zurück!
Als einziges Ziel hatten wir uns heute erneut Pithagorio ausgesucht, weil es hier die frühchristliche Basilika und das Schloss, benannt nach dem griechischen Freiheitskämpfer Lycourgos Logothetes, zu sehen gibt.
Nach der Besichtigung gönnten wir uns noch einen Kaffee und einen griechischen Frappé in der sehr empfehlenswerten Sunrise Bar,
schlenderten zum Pythagorasdenkmal im Hafen
und sind anschließend sehr zu Nikolas Freude durch die Geschäftsstrasse zurück zum Auto geschlufft.
Unterwegs zum Psili Ammos, einem Sandstrand nur etwa 2 km von unserem Hotel entfernt, haben wir den Jimny für 8 Euro betankt und die letzte Fahrt mit heruntergelassenem Verdeck genossen.
![]() |
| Hier sieht man eindrucksvoll, wie knapp diese Tankstelle vor einigen Wochen einer Katastrophe entgangen ist! |
An besagtem Strand gibt es hinter einer Taverne direkt am Wasser einen kostenlosen Parkplatz hinterm Haus. Selbst hier trifft man auf Bauruinen und abgestellte Schrottautos.
Die Taverne selbst hatte allerdings schon geschlossen und bot nur noch Getränke an. Aber eine andere, von der Straße aus nicht zu sehende Taverne hatte geöffnet
und bot ganz vorzügliches Essen an. Guido und Kathrin lagen am Strand und gesellten sich zu uns.
Nikola bestellte sich Dog Fish (Katzenhai), ich habe dann doch lieber Schwertfisch genommen, den ich vor langer Zeit in Sizilien als Spada liebend gerne gegessen hatte und daher wusste, dass er einfach himmlisch schmeckt. Das tat er tatsächlich, sehr gut zubereitet war alles an dem Stück ein Hochgenuss. Aber auch der Katzenhai war wirklich sehr, sehr lecker. Dieses Essen war dann auch etwas ganz anderes als die sättigende Allerlei-Kost des Hotels.
![]() |
| Warten auf den Dog Fish... |
![]() |
| Jede Menge Katzen warten bei jedem Essen darauf, ob nicht doch etwas abfällt. |
Mit einem letzten Gang zum Steinstrand beim Hotel (nur Nikola, ich bevorzuge mal wieder die Hotelbar zum Blogschreiben) wollen wir jetzt unseren Samosurlaub ausklingen lassen. Morgen um 8:30 Uhr werden wir vom Transferservice abgeholt. Der Flieger soll pünktlich um 10:20 Uhr Ortszeit (9:20 Uhr zu Hause) starten.
Eine wirklich sehr schöne und entspannte Woche geht zu Ende. Wir wollen aber im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder nach Samos kommen und dann vornehmlich den Norden erkunden. Als Quartier haben wir uns die Tiki Rooms von Paris in Kampos ausgeguckt - wenn dort zu unserer Wunschzeit noch ein Zimmer frei ist.
Ein paar Worte zu der Gegend (Mykali) und dem Hotel (St. Nicholas):
In fußläufiger Entfernung vom Hotel gibt es außer Strand so gut wie nichts. Wenn man hier Urlaub machen möchte, sollte man auf jeden Fall einen Mietwagen einplanen, der einem aber ans Hotel gebracht wird und der ab etwa 30€ pro Tag zu haben ist. Einen All-Inklusive Urlaub kann man in diesem Hotel durchaus machen, allerdings sollte man dann, was die Qualität des Essens betrifft, etwas toleranter sein. Ich kann nicht sagen, dass es schlecht geschmeckt hat, aber eben auch nicht besonders gut. (Mit Ausnahme des Feta! Einen cremigeren und köstlicheren habe ich noch nicht gegessen!) Man wird bequem satt, genügend Auswahl ist auch gegeben, aber man freut sich nicht auf das Essen. Dafür gibt es umso leckerere Speisen in den umliegenden Tavernen. Zu der oben erwähnten Taverne am Psili Ammos Strand braucht man zu Fuß ungefähr 40 Minuten. Auch das ist für mich ein Grund, zum Mietwagen zu raten. :) Das Personal des Hotels ist durchweg sehr freundlich und hilfsbereit, das Bier vom Fass in der von 10 bis 23 Uhr durchgehend geöffneten Strandbar ist sehr süffig und lecker, ebenso der auf Eis servierte Ouzo. Die Zimmer sind etwas älter, aber sehr gepflegt. Allerdings sind die Räume sehr hellhörig, vor allem, wenn die Terrassentür wegen der Wärme nicht geschlossen werden kann und wenn dann auch noch der Hausmeister morgens um 8 anfängt, den Poolrasen zu mähen. Das war's dann mit der Nachtruhe. Aber da es eh nur bis halb zehn Frühstück gibt, kann man da durchaus mal ein Auge zudrücken. Einige der Mitreisenden sehen das etwas anders und würden hier nicht wieder Urlaub machen. Ich kann mich gewissen Kritikpunkten zwar durchaus anschließen, sehe das aber insgesamt entspannt. Auch dass die Dusche meist nur kaltes bis lauwarmes Wasser ausspuckt, ist dank der griechischen Wärme zu verschmerzen.
Wer im St. Nicholas eincheckt und Wert auf eine halbwegs funktionierende Internetverbindung legt, sollte genügend Datenvolumen mitbringen, denn das angebotene WLAN ist unbrauchbar. Ein sehr geringer Downstream wäre vielleicht noch zu ertragen, aber ein praktisch nicht existenter Upstream macht das Arbeiten unmöglich. Über Mobilfunk lassen sich Datenraten von 4-5 Mbit/s (down) und 4-6 Mbit/s (up) erzielen. Nicht gerade Highspeed, aber damit kann man leben.
Alles in allem kann ich aber sagen, dass ein echtes Ausschlusskriterium für mich nicht dabei ist. Uns hat es gut gefallen!



















Wieder eine interessante Schilderung eures letzten Tages auf Samos, illustriert mit sehr schönen Fotos ❣️
AntwortenLöschenDanke euch für das Erlebnis Samos und nun kommt erholt und heil nach Hause.
Freu mich auf euch. 💕
Mal sehen, was nach Flug und stundenlanger Bahnfahrt an Erholung übrig bleibt. ... Bis morgen!
AntwortenLöschen